Jugendbildungspreis 2010: Junges Engagement wird belohntVon Meike Krauß (Text) // Jannis Carmesin (Fotos)
Einige Zeit ist nun vergangen seit die ersten Anmeldungen für den Jugendbildungspreis 2010 das Büro der Jugendstiftung erreicht haben. Es wurden CDs und Bilder kopiert, Jurysitzungen gehalten und eine Menge diskutiert. „Die Beteiligung war der absolute Wahnsinn: 120 Bewerbungen sind eingegangen, also dreimal so viele wie im vergangenen Jahr“, sagt Jurymitglied Miriam Kumpf. Am 11. April 2011 fand die Preisverleihung in der Musikhochschule Stuttgart statt. thema-Redakteurin Meike Krauß war mit dabei.
Nach dem Auftritt begrüßt das Jurymitglied Dr. Carsten Rabe das Publikum. Er lobt noch einmal die vielen tollen Projekte und gibt dann weiter an Staatsekretär Georg Wacker, der die Preisträger verliest. Neben den Plätzen 1 bis 3 gab es in diesem Jahr einen Jurypreis, mit dem die Jury noch ein Projekt auszeichnen konnte. Außerdem wurde ein Sonderpreis zum Thema "Fair und Couragiert" verliehen. Jugend informiertDie Plätze drei bis eins, sowie der Jurypreis erhielten jeweils 1000€ für die erfolgreiche Weiterführung des Projekts. Das Projekt „Jugend informiert“ aus Tübingen wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Jugendliche beraten andere Jugendliche in Krisensituationen. „Für mich ist es wichtig, Jugendliche in Krisen zu unterstützen, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es viel helfen kann, seine Pobleme mit anderen zu teilen“, antwortet Luna auf die Frage, warum sie sich bei "Jugend informiert" engagiert. RückenwindDen zweiten Platz bekamen die Jugendlichen vom Projekt „Rückenwind“. Sie werden zu Konfliktmanagern ausgebildet und helfen straffällig gewordenen Gleichaltrigen dabei, Verantwortung für ihre Tat zu übernehmen. Gemeinsam suchen sie eine kreative Lösung zur Wiedergutmachung. „Ich habe gelernt, dass man nicht immer auf Klischees achten, sondern seine eigenen Erfahrungen machen sollte“, erklärt Danny Wiese, einer der Konfliktmanager. Move it!Der Freiburger Jugendgipfel „Move it“ belegte den ersten Platz. Als der Projektname genannt wird, werfen die Preisträger Luftballons in das Publikum und laufen dann freudig zur Bühne, um ihren Preis entgegenzunehmen. „Wir freuen uns gerade deswegen sehr, weil wir überhaupt nicht mit einer Auszeichnung gerechnet hatten. Das Geld fließt in den nächsten Jugendgipfel, der dann von einer anderen Schule organisiert wird. Aus dem Engagement haben wir eine Menge mitgenommen: Wie man im Team arbeitet, wie man vor Menschen spricht und natürlich wie man eine Veranstaltung plant“, erklären Frieder, Maike, Julia und Numan von der Wenzinger-Realschule Freiburg, die als Organisatoren das Projekt vertreten.
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